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Prof. Dr. Hans-Joachim Lenger
Philosophie

 

 

Lehrangebot Sommersemester 2018

 

1. Seminar: Zur Philosophie der Zeit
Die Zeit ist aus den Fugen, biografisch ebenso wie gesellschaftlich und philosophisch. Der lineare Verlauf, als der sie gemeinhin gedacht wird, wird nicht nur von Brüchen durchzogen. Er zerfällt in Partikularitäten und Splitter, die sich auf eine gemeinsame Instanz immer weniger beziehen lassen und zu vielfachen Turbulenzen führen, die ökonomischen und sozialen Charakter tragen, sich jedoch ebenso zusehends in militärischen Konflikten zuspitzen. Anlass genug also, sich die Frage nach der Struktur vorzulegen, in der der „Okzident“ die Zeit zu denken und technisch beherrschbar zu machen suchte – von der Uhr bis zum Computer. Fragen, die hier hervortreten, bilden gleichsam die „Folie“, auf der sich innere Beziehungen von Zeit und Kunst abzeichnen und damit Konturen einer „anderen“ Zeitlichkeit.
Literatur: Texte zur Philosophie der Zeit
Donnerstag, 14.00-17.00 Uhr Raum 11
Beginn: 12.4.208

 

2. Seminar: Das Denken der „Gemeinschaft“
In Fortsetzung der Lektüre von Texten zur Konstruktion von „Gemeinschaft“ sollen weitere Autoren befragt werden, die ein gemeinsames In-Erscheinung-Treten im Medium einer unhintergehbaren Differenzialität einzelne zu denken unternahmen. Gegen eine „fundamentalistische“ Konstruktion des Gemeinsam-Seins, die stets auf eine „totalitäre“ Verschmelzung hinausläuft, werden Texte diskutiert, die eine differentielle Konstellation der Singulären zu denken versuchen. Hier werden Überlegungen von Foucault, Deleuze, Vattimo, Lyotard, Agamben und anderen eine Rolle spielen.

Literatur: Joseph Vogl (Hg.): Gemeinschaften. Positionen zu einer Philosophie des Politischen
Donnerstag, 17.00-20.00 Uhr Raum 11
Beginn: 12.4.208

 

3. und 4. Seminar: Kino machen heißt auf brennendes Papier schreiben
Das filmische Werk Pier Paolo (gemeinsam mit Prof. Pepe Danquart)
„Nur Liebe zählt, nicht geliebt zu haben“, sagte Pier Paolo Pasolini zu einem Journalisten nach seinem Film Edipo Re. Nur das was du tust zählt, nicht was du getan hast. Als einer der Vertreter des sogenannten „Zweiten Neorealismus“ um 1960 hat Pasolini (neben De Seta, Francesco Rosi u.a.) die Theoreme des Neorealismus der 40/50iger Jahre von Rossellini, De Sica und Visconti aufgegriffen und modifiziert. In seinen Filmen, seinen Schriften und den journalistischen Arbeiten beschäftigte er sich mit subtil faschistoiden Strukturen und destruktiven Mechanismen in autoritären Systemen innerhalb der italienischen Gesellschaft. Seine Radikalität im Denken, seine offen ausgetragene Homosexualität und sein antiklerikaler Nonkonformismus („Das Beste an der Religion ist, dass sie Ketzer schafft“) hat dieses katholische Land auch tief gespalten. Eine Annäherung an diesen Freibeuter, wie visionär er den (gegenwärtigen) gesellschaftlichen Verfall analysierte, wollen wir anhand seiner Filme erarbeiten, unterstützt durch und mit Schriften von u.a. André Bazin, Jilles Deleuze, Klaus Theweleit (Vortrag), Nico Naldini und Enzo Siciliano.
Die Seminare werden vierzehntägig gemeinsam mit Prof. Danquart abgehalten. In den „Zwischenterminen“ werden verschiedene Texte Pasolinis zu Film, Sprache, Politik und Kultur einer genaueren Lektüre unterzogen.

Literatur: Wird zur Verfügung gestellt - ansonsten:
Antonio Gramsci: Aus den Gefängnisheften

Dienstag, vierzehntägig 10.00 bis 15.00 Uhr (mit Prof. Danquart und mir)
Dienstag, vierzehntägig 13.00 bis 15 Uhr (mit mir)
Kino Finkenau
Beginn: wird bekanntgegeben

 

5. Sprechstunde und Betreuung schriftlicher Arbeiten: Nach Vereinbarung



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