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Prof. Dr. Hans-Joachim Lenger
Philosophie

 

 

Lehrangebot Sommersemester 2017

 

1. Seminar: Marx – Affirmation, Krise, Revolution V
Fortsetzung des Seminars aus dem vergangenen Semester, das sich insbesondere auf die Schriften zur Kritik der Politischen Ökonomie konzentrieren wird. Das Seminar wird sich dem II. Band des Marx’schen Kapitals zuwenden, in dem es um die makroökonomischen Probleme der Kapitalzirkulation geht. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die krisentheoretischen Implikationen von Gleichgewichtsbedingungen gelegt – wobei die werttheoretischen Implikationen nach den Zeitrhythmen befragt werden sollen, in die das gesellschaftliche Gefüge durch Zirkulationsgeschwindigkeiten versetzt wird.

Literatur:
Marx: Kapital I
Marx: Kapital II
Marx: Kapital III
Hans-Joachim Lenger: Marx zufolge
Donnerstag, 14.00-17.00 Uhr Raum 11
Beginn: 13.4.2017

 

2. Seminar: Das Denken der „Gemeinschaft“
In Fortsetzung der Lektüre von Texten Jean-Luc Nancys sollen einige Horizonte geöffnet werden, die sich im Zeichen eines „Singulär-Plural-Seins“ auch in Texten anderer Autoren finden. Gegen eine „fundamentalistische“ Konstruktion des Gemeinsam-Seins, die auf eine „totalitäre“ Verschmelzung hinausläuft, werden Texte diskutiert, die eine differentielle Konstellation der Singulären zu denken versuchen. Hier werden Texte von Foucault, Ranciere, Nancy, Deleuze, Vattimo, Lyotard und Agamben eine Rolle spielen.

Literatur: Joseph Vogl (Hg.): Gemeinschaften. Positionen zu einer Philosophie des Politischen (Suhrkamp)
Donnerstag, 17.00-20.00 Uhr Raum 11
Beginn: 13.4.2017

 

3. Seminar: Gilles Deleuze – Das Denken des Films
(gemeinsam mit Prof. Pepe Danquart)
In seinen beiden Büchern über das Bewegungs- und das Zeitbild hat der französische Philosoph Gilles Deleuze ein Denken nachgezeichnet, das der Film in sich schon ist. Mit Henri Bergson entwirft er eine Genealogie von Bewegung und Zeit, die im Filmbild unmittelbar Ausdruck werden. Mit Charles Sanders Peirce formuliert er eine Zeichenlehre, die aus dem Film unmittelbar hervorgeht. Damit hört ein „Denken des Films“ auf, über den Film nur nachzudenken oder dessen Theorie „von außen“ an ihn heranzutragen – in Begriffen nämlich, die nicht seine eigenen sind. Stattdessen wird der Film selbst zu einer Denkform, seine Geschichte zu deren Genealogie. Denn glaubte die Tradition, die Frage der Zeit von der Linearität der Bewegung abhängig machen zu können, so kehrt der Film diese Beziehung in der Mitte des 20. Jahrhunderts um: hier geht die Bewegung aus einer Zeitlichkeit hervor, deren Virtualität nicht mehr den Dispositionen von Raum und Bewegung entspringt, sondern eigenen Logiken gehorcht. Sie treten in der Ungleichzeitigkeit hervor, in der jede Gegenwart von ihrer eigenen Vergangenheit gezeichnet sein muss, um vergehen zu können. In Begriffen des Bewegungs- und Zeitbilds werden so die künstlerischen Probleme lesbar, denen sich der Film – diesseits seiner „Mainstream-Produktionen“ – auch heute zu stellen hat. Das Seminar wird anhand von Filmbeispielen die zentralen theoretischen Operationen befragen, mit denen Deleuze dabei vorgeht. Da in dieser Auseinandersetzung ein beachtliches Pensum an Film-Rezeption und theoretischer Probleme zu bewältigen sein wird, müssen die Studierenden ein Referat oder vergleichbare Leistungen zu zentralen Fragestellungen erarbeiten. Zu diesem Seminar ist eine Anmeldung erforderlich, ein Zeit- und Arbeitsplan findet sich hier.

Dienstag, vierzehntägig 10.00 bis 15.00 Uhr Kino Finkenau
Literatur: Gilles Deleuze: Das Bewegungsbild. Das Zeitbild (beide suhrkamp)
Weitere Literatur:
Henri Bergson: Materie und Gedächtnis

Hans-Joachim Lenger: Fragen an Deleuze. Fragen an Wenders. Das Digitale. (Manusrkipt)
Semiotik-Reader
Zeit-Reader
Beginn: 4.April 2017
Zeit- und Arbeitsplan

 

4. Seminar: Bewegung, Zeit und Zeichen
Begleitendes Lektüreseminar zu „Das Denken des Films“
Das Seminar wird philosophische Fragen, die Gilles Deleuze in seinen beiden Kino-Büchern aufwirft, in systematischer Weise vertiefen. Eine auszugsweise Lektüre von Henri Bergsons „Materie und Gedächtnis“ soll Begriffe des Bildes und der Bewegung ebenso präzisieren wie die von Zeit, Erinnerung und Gedächtnis. Eine Lektüre von Fragmenten, in denen Charles Sanders Peirce in folgenreicher Weise eine triadische Logik des Zeichens entwirft, soll die Taxinomien des Bildes nachvollziehbar machen, die Deleuze im Kino aufdeckt. Auf diese Weise soll das Seminar die Analysen Deleuze’ nachvollziehbarer machen und zugleich offene Fragen thematisieren, die an ihn gerichtet werden könnten.

Dienstag, vierzehntägig 13.00 bis 15.00 Uhr Kino Finkenau (bei kleinerer Teilnehmerzahl in meinem Büro)
Literatur: Gilles Deleuze: Das Bewegungsbild. Das Zeitbild (beide suhrkamp)
Weitere Literatur:
Henri Bergson: Materie und Gedächtnis

Hans-Joachim Lenger: Fragen an Deleuze. Fragen an Wenders. Das Digitale. (Manusrkipt)
Semiotik-Reader
Zeit-Reader
Beginn: 11. April 2017

 

5. Seminar: Einführung ins wissenschaftliche Schreiben (Wahlpflicht)
Was heißt, einen Text auszuarbeiten? Welche Text-"Genres" gibt es, welchen Regeln folgen sie - und welche Strategien sind insbesondere bei wissenschaftlich-künstlerischen Ausarbeitungen einzuschlagen? Was sind Thesen, was ist ein Traktat? Wie wird eine Abschlussarbeit vorbereitet, wie wird sie realisiert? Was charakterisiert das "Ethos" wissenschaftlicher Arbeit? Worin bestehen ihre elementaren Voraussetzungen: wie also lässt sich ein Thema finden, wie gliedern, wie entfalten? Welche Grundsätze sind bei Recherche, Materialsammlung und Zitation einzuhalten? Wie verschieben sich Fragen und Problemstellungen möglicherweise noch bei der Niederschrift eines Textes? Worin besteht der "Stil" eines Autors, einer Autorin? Welchen Spielraum hat er, und worin bestehen seine Grenzen? Wie lernen die Schreibenden, sich in ihrem Text zu bewegen und von ihm "tragen" zu lassen? Was ist das überhaupt: ein Autor, eine Autorin? Und nicht zuletzt: Wie können sie eine Ausarbeitung abschließen und zugleich offenhalten: also Horizonte weiterer Fragen in ihm freilegen? Das Lehrangebot steht allen Interessieren offen, wendet sich jedoch hauptsächlich an angehende Magister und Doktoren. Es findet in zwei aufeinanderfolgenden Seminarveranstaltungen, statt; damit soll die Teilnehmerzahl überschaubar gehalten und die Möglichkeit intensiver individueller Betreuung gegeben werden. Die beiden Seminare behandeln also an einem Tag jeweils gleiche Fragestellungen. Praktische Übungen spielen dabei eine herausragende Rolle. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dazu angehalten, eigene Texte zur Diskussion zu stellen. Sie sollen das Seminar durch die Ausarbeitung eines - wenn auch kürzeren - Textes abschließen, der wissenschaftlichen Kriterien gehorcht.

Mittwoch 12.00-14.00 Uhr Raum 11l
Gemeinsame Diskussion von schriftlichen Arbeiten: Mittwoch 15.00-17.00 Uhr Raum 11
Literatur: Roland Barthes: Der Werbespot
Beginn: 12.4..2017

 

6. Sprechstunde und Betreuung schriftlicher Arbeiten: Nach Vereinbarung


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